Bevor Thomas Jefferson Präsident der Vereinigten Staaten wurde, hatte er sich schon als Staatsrechtler und Gouverneur von Virginia zur Zeit der Unabhängigkeitskriege einen Namen gemacht. 1782 verstarb Jeffersons Frau und er nahm die Herausforderung an, als Diplomat nach Frankreich zu gehen. In Paris verliebte er sich in die Malerin Maria Cosway. Es wurde eine romantische Liebe zu einer verheirateten Frau im Schatten der französischen Revolution. weiterlesen …
Diplomatie, Liebe, Geld und Weingenuss
Betrachtet man die Aufnahmen von internationalen polischen Ereignissen und sieht die festlichen gedeckten Tische, dann weiß man, dass Diplomatie und Genuss zwei Seiten einer Medaille darstellen. Anscheinend aber geht die Verbindung von politischer Klugheit und der Weisheit des Gaumens tiefer, als man allgemein annimmt. Das Château d´Yquem ist zweifellos eines der berühmtesten Weingüter der Welt und das einzige Weingut, das einen offiziellen Status als Premier Grand Cru Classé Supérieur genießt. weiterlesen …
Die Einsamkeit der Wan-Tans
Es ist erst sieben Jahre her, da brach das ostasiatische Kino in unbekannt neuen melodramatischen Posen über uns Unvorbereitete herein. Im Jahr 2000 wurde Wong Kar-wais Film „In the mood for love“ in Cannes ausgezeichnet. Der Film erhielt neben vielen anderen den deutschen und europäischen Filmpreis. Eine große Ehre für einen Spielfilm, der ursprünglich als reiner Film über das Essen angelegt war. weiterlesen …
Kochend lesen lernen – Literatur satt
Gute Literatur hat viel mit gutem Essen zu tun. Das ist so klar, wie die Tatsache, dass sich die sprechende und die schmeckende Zunge nicht ausschließen, sondern buchstäblich ergänzen. Der Genuss ist ein Kulturgut, ganz gleich, ob es sich dabei um schöne Musik, eine besonderes Getränk, ein aufwendiges Essen, oder ein anregendes Buch handelt. Viele Schriftsteller beschäftigen sich in ihren Büchern nicht nur mit einem bescheidenen Mahl, sie füllen zuweilen ganze Seiten mit aufwendigen Kochanweisungen. Umgekehrt verdanken manche Kochbücher ihren nachhaltigen Erfolg nicht einer nüchternen Aufzählung von Zutaten und Gerichten, sondern deren literarischer Einbettung. Mark Crick, Londoner Fotograf hat einfach den Spieß umgedreht und Weltliteratur in Koch-Geschichten verwandelt. weiterlesen …
Wenn wir etwas nicht mögen, können wir sauer werden. Etwas, das uns auf dem Magen liegt, kann uns im wahrsten Sinne des Wortes belasten. Allerdings können wir Höchstleistungen vollbringen, um das zu erreichen, wonach es uns dürstet. Dass Sprache nicht ohne Essen auskommt ist ein so altes, wie wenig beachtetes Thema, welches kürzlich eine überraschende Nuancierung erhalten hat: Fabiana Giacomotti erkennt den Ursprung der italienischen Sprache in der Küche, schließlich sei sie die Maccheroni-Variante des Lateinischen. Sie duftet nach Herd, frischen Tomaten und Speisekammer. weiterlesen …
Gastronautik für Anfänger und Fortgekochte
Was eigentlich ist ein Gastronaut? Man könnte meinen, ein Mensch, der in unbekannte Weiten des Küchenuniversums vordringt, um ungeahnte Kombinationen zu entwickeln. Vielleicht aber sollte man einen Umweg machen, denn die Gastronautik ist eine verwickelte und eine wahnsinnig verführerische Angelegenheit. Denn zunächst sollte man einmal lernen mit Gold zu kochen. Man braucht nur ein paar Scheiben Blattgold, etwas teurer als ein paar Scheiben Schmelzkäse, dafür aber auch etwas exklusiver. weiterlesen …
Gastro-Tour
Natürlich kann man vieles zur Tour sagen und sicherlich liegen einige der Gründe, weshalb man jährlich negative Schlagzeilen über dieses größte Freiluftsportereignis liest darin begründet, dass man nicht genau weiß, was die Fahrer alles zu sich nehmen. Asta Na Vista, Baby!
Sind es jetzt sechs- oder achttausend Kalorien? Isst ein Radfahrer auch heutzutage noch große Schüsseln voller Nudeln, oder doch eher Reis? Wird ein Profi nachts noch geweckt, um weiter zu essen? Kann man sein riesiges Frühstücksfiletsteak bis zum Start verdauen? Müssen Radfahrer Vegetarier sein? Die Geschichte der Tour ist eine Geschichte der Nahrung. weiterlesen …
Ratatouille goes Pixar
Ratatouille – natürlich weiß hierzulande fast jedes Kind, was sich hinter diesem Wort verbirgt: Das berühmte geschmorte Gemüse aus der Provenzalischen Küche.
Rat-a-too-ee wie das französische Wort im Englischen ausgesprochen wird, erlebt gerade auf der anderen Seite des Atlantiks eine besondere Beachtung. Denn der gleichnamige Pixar-Animationsfilm von Brad Bird ist dort vor kurzem angelaufen und lässt die amerikanischen Feuilletons geradezu in Hymnen erklingen. Hier wird endlich Filmgeschichte geschrieben. Denn zum ersten Mal bestimmt das Essen einen komplett animierten Spielfilm. weiterlesen …
Schnarzender Erzählton – Anthony Bourdain
Vielleicht sollte man sich einmal etwas ausführlicher mit dem Mann beschäftigen, der wie schon einige als Kochrebell verschrien worden ist. Denn wie nur wenige schafft es Bourdain, einen Ton in seinen Büchern zu treffen, der schnoddrig, aber schnell, gelassen aber genau, plaudernd aber präzise, ein Mann der einfach elegant über Essen, Kochen und die Zubereitungen von Hochgenüssen redet. Hierbei versucht stets den Geschmack zu erden. Er will gar nicht, dass man den kulinarischen Genuss nur in einem schon längst berühmten Gourmettempel zu finden versucht. weiterlesen …
Ho Ho Ho Chi Minh schallte es einst unter erhobenen Fäusten in den Himmel. Auch wenn sich der Sinn nicht direkt aus diesen Worten erschließt: gemeint war eine nebulöse Anrufung eines Mannes, der selbst schon über den Wolken hing und daher eher seelischer als körperlicher Natur war. Denn der Mann starb 1969, also in einer Zeit als die meisten Sprechchöre, die ihm zu Ehren dienten, noch gar nicht erschallt waren. Dies allein ist schon ein Grund, den Mann, der schon zu Lebzeiten, aber erst recht posthum Ehrungen erfuhr, vom Kochtopf her zu betrachten. weiterlesen …



